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Meine neue Adresse!!!

Autor: Christine | Datum: 30 August 2011, 20:06 | Kommentare deaktiviert

Fuer alle Schreiblustigen:

 Christine Appelbaum

CO. AHP²V

B.P. 101 Baham

Kamerun

 

ich freue mich ueber jede Post!

 

Wie Kamerun mich mit ALLEN Facetten begruesst hat....

Autor: Christine | Datum: 30 August 2011, 20:01 | Kommentare deaktiviert

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Hier also mein erster Blogeintrag. Ich hab es leider nicht eher geschafft, weil es mit dem Internet hier leider doch nicht so komfortabel ist, wie ich naiver Weise gedacht habe :P

Aber jetzt berichte ich erst einmal von meiner kuriosen Anreise:

 

Nachdem ich mich unter Tränen von Mama und Sven am Düsseldorfer Flughafen verabschiedet habe, bin ich gut durch die Sicherheitskontrollen gekommen und ohne Probleme in Paris gelandet. Dort musste ich dann umsteigen. Dass hat soweit auch gut geklappt, wobei man sagen muss, dass der Flughafen Paris CG wirklich eine Katastrophe ist! Bei Gate D angekommen, musste ich durch den Ausgang, über eine Treppe, durch den Keller hin zu Gate C. Hat mit nachfragen aber auch geklappt.

In Paris konnte das Flugzeug aus irgendwelchen Gründen erst mit fast 2 Stunden Verspätung starten und los ging der 6,5 sündige Flug nach Douala, Kamerun.

Als ich dort dann endlich angekommen war, begrüßte mich eine erschlagende, dicke, schwüle Luftwand.

Und dann ging das Chaos erst richtig los Zunächst habe ich nicht die passende Karte für meinen Aufenthalt ausgefüllt. Aus der Situation hat mir aber ein freundlicher Kameruner geholfen.

Danach musste ich mein Gepäck wieder finden, was sich als sehr kompliziert rausstellte da die Gepäckbänder komplett unsortiert sind. Während ich also auf mein Gepäck wartet und von Band zu Band pendelte, hielt ich Ausschau nach Monsieur Sacarie, der mich am Flughafen abholen wollte. Irgendwann nach gefühlten 2 Stunden hatte ich dann zumindest meinen Backpack gefunden und musste nur noch meinen Koffer bekommen. Von Monsieur immer noch keine Spur Dann sprach mich ein Kameruner an und meinte er sei mein Fahrer, dass kam mir schon komisch vor, da ich ja von Monsieur Sacarie abgeholt werden sollte. Aber der Mann ließ nicht locker und ich wartet weiter mit ihm auf meinen Koffer, als ich diesen dann hatte, ging ich in Richtung Ausgang, mittlerweile umzingelt von 5 Männern die mein Gepäck tragen wollten. Monsieur Sacarie war leider immer noch nicht in Sicht. Die Männer wurden langsam wirklich anstrengend und aufdringlich und meinten mich nach Baham bringen zu können und ich habe mindestens tausend Mal probiert, ihnen zu erklären, dass ich abgeholt werde, und zwar NICHT von ihnen! Als ich dann irgendwann  nach einer grausamen Ewigkeit kurz davor war zu platzen, hab ich mich an einen Tisch gesetzt, wo ein weißer Mann dran saß. Dieser hat mir meine Verzweifelung angesehen und ist mir zu Hilfe geeilt. Wie sich später rausstellte ist er ein deutscher Entwicklungshelfer der seit 26 Jahren in Kamerun lebt und mein persönlicher Schutzengel! Dieser Mann befreite mich also von den aufdringlichen Kamerunern (natürlich mit Schmiergeld) und gemeinsam versuchten wir Kontakt zu meiner Organisation zu bekommen, weil ich ja immer noch niemanden gefunden hatte, der mich abholt. Das hat aber alles nicht funktioniert und schließlich, bin ich mit diesem Mann mitgefahren (er war definitiv vertrauenswürdig!!) und er hat mir die Nacht Unterkunft geboten. Ich hab ungefähr total schlecht geschlafen und es ging mir wirklich mies. Aber am nächsten Morgen haben wir Annika May erreichen können, die dann alles getan hat, damit ich aus Douala abgeholt werde und endlich in mein neues zu Hause komme. DAS ist aber an einem Sonntag in Kamerun definitiv nicht so leicht. Da mein Retter leider weiter reisen musste, wurde ich zu meiner Gastkirche der EEC (Eglise Evanglique du Cameroun) gebracht und die Leute dort haben sich sehr fürsorglich um mich gekümmert. Also bin ich dort mit der Frau des Präsidenten der EEC  in einen Gottesdienst gegangen. Dieser Gottesdienst dauerte ganze 4 Stunden und ich habe kein Wort verstanden, zudem hatte ich noch nichts gegessen, weil ich noch nichts runter bekommen habe. Das erste was also am Sonntag in meinen Magen kam, war das Abendmahl, sprich ein Häppchen Weißbrot und ein Pinnchen (!!!) Rotwein, PROST!

Als der Gottesdienst dann mal sein Ende gefunden hat, kam ein Anruf von Monsieur Sacarie und ich wurde endlich aus Douala abgeholt. Er war übrigens den Abend vorher am Flughafen, um mich abzuholen, aber wir haben uns definitiv nicht gesehen. Und auch er hatte eine richtig miese Nacht voller Sorge hinter sich und war froh mich jetzt aus Gangster-Douala raus holen zu können!

Der Weg nach Baham dauerte dann noch mal 4 Stunden und war ein einziger Mc Drive. Überall am Straßenrand standen Menschen mit frischen Obst und Brot und Fleisch und die Gelegenheit hat meine Gastfamilie auch oft genug genutzt. Schließlich war das Auto Rand voll mit Lebensmitteln und wir sind sehr müde mit knapp 24 Stunden Verspätung Sonntag Abend im AHP²V in Baham angekommen.

Was für eine Reise, das muss ich so nicht noch einmal haben.

Ich hatte also einen erdenklich miesen Start aber die Leute hier in Baham heißen mich sehr herzlich Willkommen und sind wirklich sehr freundlich. Mir geht es also recht gut. Also macht euch keine Sorgen, ich hatte eine guten Schutzengel und hier in Baham ist man sicher und mir passiert sowas nicht noch mal so schnell.

Esther, die Freiwillige vom letzten Jahr, weist mich diese Woche noch ein und führt mich durch den Tag, wofür ich sehr dankbar bin. Zudem verstehe ich mich sehr gut mit Christel, der Tochter des Zentrumleiters Monsieur Sacari, eine sehr lebendige und witzige Person.

Ich bin hier wirklich gut aufgehoben.

Wie meine erste Woche dann gelaufen ist erfahrt ihr dann hoffentlich am Wochenende.

 

Bis dahin, Gruß und Kuss aus dem fremden Afrika!